Auf der Dorfversammlung am 4. Februar 2026 stellte Bernd Geißler von der Dörper Dorfgemeinschaft gemeinsam mit dem Architekten Peter Merl den Entwurf für ein neues Multifunktionshaus auf dem Dorfplatz vor. Rund um die Grillhütte, den Dorfplatz und die bisherige Nutzungssituation hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Herausforderungen gegeben – von fehlender Barrierefreiheit bis hin zu hohem organisatorischem Aufwand bei Veranstaltungen. Nun soll ein Neubau diese Probleme lösen und den Dorfplatz zukunftsfähig machen.
Bereits im Vorfeld hatten die Dörper Vereine, Feuerwehr und DRK intensiv über mögliche Lösungen beraten. Nachdem Bruns Scheune nicht mehr zur Verfügung steht, ist der Dorfplatz der zentrale Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten. Doch die bestehende Infrastruktur ist begrenzt: Der Versammlungsraum im Feuerwehrhaus kann neben der Feuerwehr nur sehr eingeschränkt von den anderen Vereinen genutzt werden, Privatpersonen sind ausgeschlossen und für mobilitätseingeschränkte Personen ist der Raum, aufgrund der Lage im 1.OG, komplett nicht nutzbar. Auch die Witterungsabhängigkeit der Grillhütte auf dem Dorfplatz erschwert viele Veranstaltungen. Zudem ist auch hier der Toilettenwagen weder barrierefrei noch zeitgemäß.
Ein erster Schritt zur Verbesserung wurde bereits 2024 umgesetzt: Ein neuer, fester Stromanschluss wurde installiert – vollständig finanziert durch das Dorfentwicklungsprogramm und die Gemeinde. Parallel dazu begann die Dorfgemeinschaft, Möglichkeiten für ein festes Toilettengebäude mit Lager- und Multifunktionsraum zu prüfen. Eine erste Standortidee scheiterte an baurechtlichen Abstandsregelungen. Daraufhin entstand der Plan, das Gebäude in Verlängerung der bestehenden Container zu errichten.
Architekt Peter Merl entwickelte auf dieser Grundlage einen Entwurf, der neben barrierefreien Toiletten auch einen Multifunktionsraum sowie eine überdachte Sitzfläche vorsieht. Nach Abstimmung mit den Vereinsvorständen wurde im Juli 2025 eine Bauvoranfrage gestellt – mit positivem Bescheid im November 2025.
Auf der Dorfversammlung am 4. Februar 2026 präsentierten Geißler und Merl den Entwurf nun allen Dörper Bürgerinnen und Bürgern. Auch die möglichen Finanzierungswege über das Dorfentwicklungsprogramm wurden erläutert. Da dieses Förderprogramm Ende 2028 ausläuft, ist Eile geboten: Der Förderantrag muss bis September 2026 eingereicht werden, Baubeginn wäre frühestens 2027, die Fertigstellung spätestens im Juli 2028.
Die Dörper Bevölkerung zeigte sich geschlossen hinter dem Projekt. Nach der Vorstellung stimmten die Anwesenden einstimmig für die Fortführung des Neubauvorhabens. Geißler stellte klar heraus, dass das Projekt jedoch nur umgesetzt werden kann, wenn die Gemeinde Coppenbrügge das Projekt finanziell unterstützt. Damit ist der Weg frei für die nächsten Schritte – von der finalen Planung über die Einholung von Angeboten bis hin zur Antragstellung und Gesprächen mit der Gemeinde.



